Sagen einige, die sagen wollen, dass andere Iran nicht verstehen.
Am Ende wird der Recht haben, der Geschichte schreibt.
Einige Zeit ist vergangen, dass ich das letzte Mal schrieb. Auch in Iran passieren Missgeschicke. Bauarbeiter schnitten ein Kabel durch und das Internet war aufgelöst. Gut, dass keine Welt zusammenbrach, sondern in der Zeit dazwischen so einiges geschah. So stiegen die Preise für Nüsse, die in der Shab-e Yalda - der längsten Nacht im Jahr - gegessen werden und die britische Botschaft wurde kurzzeitig von irgendwelchen Studenten gestürmt. Ja, das Wichtigste also in Kürze.
Da Bilder in Rahmen schöner aussehen, darf der symbolische Trauermonat Moharram und der Märtyrertod Hussains gegen die Tyrannei der Unterdrücker nicht vergessen werden.
Ich war in Yazd und zu erst in Shiraz, wo ich das Glück hatte von den Revolutionsgarden in einen für die Trauerumzüge abgesperrten Bereich gelassen worden zu sein, um Fotos zu machen, nachdem ich gefragt hatte. Oder anders: Danke.
Die berüchtigsten Ashura-Prozession finden allerdings in der Wüstenstadt Yazd statt. Dort wird nach Yazdi-Redensart vor-islamischer Tradition, ein riesiges hölzerndes Naghl von knapp 100 Männern, die das einmal in ihrem Leben getan haben müssen, durch die Stadt getragen. Das Ganze wiegt annähernd 1000 kg, ist also eher schwierig und stärkt die Leidenskraft.
Umrahmt von einer Party folgen weitere nicht willkürliche Bilder mit ordentlichen Getränken. 



Sunday, December 18, 2011
Niemand kennt Iran
Wednesday, November 16, 2011
Kurz, vielleicht knackig.
Der Friseur schnitt mir heute die Haare mit der Leidenschaft der 50er Jahre. Oder 30er? Ein akkurater Scheitel wird wohl nie aus der Mode kommen.
Zumindest passte er meinen Haarschnitt an die neu aufgezogene Wetterlage an. Sonnig erfrischend, dass der ganze Schnee in der Stadt schmolz und sich die Straßen in gewelckten Blättern bedecken, welche dann nach und nach von Straßenkehrern zusammen getragen werden.
Tehrans Straßen strahlen.
Und nachdem die Sonne untergeht, ist Nacht in Iran.

Wednesday, November 9, 2011
Iran - ein Wintermärchen


Leise rieselt der Schnee in Massen.
Tehran. Der Smog der Stadt, in der in nun für einige Monate sein möchte, schafft es, dass das Zentrum trocken bleibt, während der Norden im Schneechaos versinkt.
Äste und Bäume ertragen es nicht mehr. Viel zu früh kam dieser Winter, dass die Blätter noch grün an den Bäumen hängen und ihre Äste nun mit sich in die Tiefe reissen.
Stören tut es eigentlich nur die Autofahrer, die gern mal im Moment des Augenblinzelns von Schneemassen überrascht werden.
So.. und so weiter. 

Nun bin ich also hier - seit etwa 3 Wochen und Iran bleibt mal wieder groß und vielartig. Ich wohne unbeschreiblich gut, daher möchte ich auch erst gar nicht versuchen den Glücksfall in Worten festzumachen. Ich wohne halt unbeschreiblich gut.
Man wird sehen was die Zukunft bringt. Vielleicht ja noch mehr Schnee.