Tuesday, October 9, 2012

Leben - Irrsinnig

Heute mal aus dem Westen. Also östlich von Iran und China.

Manchmal fühlt es sich an als ob man an einer Weichenstellung steht. Doch ist das ja absurd. Es ist ja nicht so als ob man in einem gewissen Moment die eine Entscheidung fällt, die dann unwiderruflich das Leben bestimmt. Dann müsste man sich ja fragen, wann ein solcher Moment den nicht war?
Auf jeden Fall gibt es diese Momente, die sich so anfühlen. Und da ist dann auch schon was Wahres dran. Es gibt Momente, die das Leben verändern.
Nun gut. Jetzt haben wir uns einmal und wiedermal im Kreis gedreht. Wiedermal sozusagen an der Nase und dann können wir uns einbilden dort zu sein wo wir vorher auch schon waren oder halt gern woanders. Vielleicht ist das dann ja eine wesentliche Entscheidung.

Ich denke, also bin ich. Sagte mal einer.

Andere haben auch schon andere Sachen gesagt und, die waren sicherlich ähnlich wertvoll. Und das ist ja durchaus positiv. Zumindest sind wir wohl jetzt damit weiter gekommen.

Früher haben wir - sprich Menschen - Kriege geführt. Heute machen wir das auch - und sind viel weiter gekommen. Das kann sein. Ich halte es nicht für möglich einen finalen Schluss zu ziehen. Ich halte leben für möglich und was das bedeutet weiss nicht nur ich nicht. Das Schöne ist, dass damit sehr viele Menschen - als Unterstellung alle - eine Gemeinsamkeit haben. Doch das ist ja nicht weit hergeholt.

Und kein Wort wird den Kern des Lebens verändern. Das kann ein beruhigender Gedanke sein. Und eine Aufforderung zum Weitermachen. Also schneller, mehr, besser, höher ?

Das wäre wohl eine einseitige Interpretation. Sonst gäbe es doch nicht die Schöne Idee einer Amplitude? Allerdings habe ich noch nie erlebt, dass sich etwas im wahrsten Sinne des Wortes zurückentwickelt hat? Ich hatte immer das Gefühl, dass die Zeit voran schritt?
Und wieder mal so eine persönliche Erfahrung.

Es ist ja nicht so, dass sich sich die Dinge von Anfang an determiniert anfühlen. Sonst gäbe es ja auch keine Momente der Weichenstellung. Und wir wissen ja wie die sich anfühlen.

Ich denke, ich sollte jetzt weitermachen.

Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, was passieren wird.






Tuesday, May 8, 2012

Es ist unglaublich


Was alles passieren kann.
Und noch unglaublicher wovon alles gesprochen wird und dann nicht passiert.
Und was unglaublicher ist, was dann alles passiert, wovon nie gesprochen wurde.

Der Mensch irrt solang er strebt, sagte mal so ein Bekannter. Und würde er nicht streben, würde er sich ebenso irren. Darüber könnte man nun nachdenken, doch würde es einem nur zu sich sich selbst führen.
Praktisch an der Nase.

Das beiseite.

Es war nur ein Monat. Doch es war ein Monat.
Und noch so einer kommt. Und ich bin mir sicher, dass es danach weiter gehen wird.

Ich spüre schon wieder Deutschland. Das Deutsche. Doch vorstellen kann ich es mir ehrlich gesagt noch nicht.

Jetzt gerade ist es am Schönsten. Kann man sagen. Und kann man lassen.
Es gibt nichts Schöneres als ein Wald. Das musste mal gesagt werden.

Und ich bin mir sicher, dass die Wirre dieses Beitrages kein Zufall ist.

Iran. Skandal. Auf und Davon. Sind die nun böse oder nicht? Was soll man denn jetzt glauben?



Tuesday, April 3, 2012

Neu, Neu, Alles Neu.


Ist zwar eine Antwort, doch keine Lösung auf irgendeine Fragestellung.

Wer die Vergangenheit nicht ehrt, ist der Zukunft nicht wert. So oder so ähnlich sprechen sich ein paar Worte.

Hier in Iran bricht nun für mindestens mich eine neue Zeit an. Könnte man so sagen. Alle, mit denen ich für mehrere Monate zusammen wohnte, haben das Haus verlassen, welches nun von Innen noch größer wirkt.

Ich will sagen: Mehr Raum für Neues.

Verrückt ist, dass mit dem Beginn dieser Zeit, gleichzeitig das Abzählen bis zum Ende anfing. 9 Wochen. 63 Tage - jetzt.

Viel ist das nicht. Doch da Zeit - zum Glück; könnte man ebenso sagen - als relativ bekannt wurde muss man abwarten wie lange das nun wirklich ist.

Ich möchte keine Antwort auf irgendeine Frage. Ich möchte sehen was passiert.

Schön, dass Gott größer ist.
(sagen einige Menschen)


Und nun muss man sich vorstellen, dass nicht nur der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika über Leben und Tod entscheidet. Per Amt.

Das stell ich mir schwierig vor.

Sunday, February 12, 2012

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

sucht man nach dem was man nicht findet.



Schwarz, Weiß. Das gibt es. Doch je genauer man hinschaut, stellt man fest, dass man umso weniger weiß.

Iran ist also missverstanden. Nein. Ja.
Zum Glück gibt der Demokrat die Verantwortung aus dieser Frage Taten folgen zu lassen ab in Hände, die mit Entscheidungen ihr Geld verdienen. ...

Und zum Glück können solche Entscheidungsträger auch wieder abgewählt werden.





Aber zurück ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten:

Irans Süden ist auch im Winter wärmer. Zwar können über der Straße von Hormuz auch mal dunkle Wolken aufziehen, doch beunruhigt es die Bandari-Bevölkerung schon wenn der Wellengang ungewohnt stürmisch zugeht. Da auch die meisten Iraner nicht schwimmen können verweilen dann die Fähren und Fischerboote am Ufer. Ganz zu schweigen von dem Unheil, wenn plötzlich das Wetter kippt und Fähren voller Unschuldiger mit in das Getosse von Wetterfronten hineingeraten.

Der Einzelne ist dem Größeren ausgesetzt.

In Teheran feierte man während dessen das 33. Jubiläum der Islamischen Republik Iran.



Thursday, January 12, 2012

Es ist keine Eiszeit

in Iran und in der Welt.

Doch wenn hier nun etwas anderes geschrieben würde, und das dann gelesen würde - und wenn man dann diese Bilder sehen würde, dann könnte man denken: Ja, es stimmt. Es ist zwar nicht alles so wie ich es mir vorgestellt habe, aber in Iran und in der Welt ist gerade Eiszeit.

Und man hätte sogar Recht.
In Iran ist es gerade in bestimmten Bereichen bitter, kalt.

Und Iraner lieben ihre Berge. Ein ganze Volk ist Bergsteiger. Und die Höhen und Tiefen, die Überlegenheit der Berge macht klar wie klein der Mensch doch ist.

Wunder schön.





Monday, January 9, 2012

Geschichten erzählen sich

Ohne Bilder. Dieses Mal einfach ohne Bilder.
Und es gibt sicherlich einen guten Grund dafür.

Nach bald drei Monaten ist noch gar nicht so viel Zeit vergangen und doch könnte man zu dem Schluss kommen, dass so einiges passiert ist. Das die Situation sich dramatisch verändert hat. Das jetzt gerade - jetzt wo man hier ist - schicksalhafte Entscheidungen getroffen werden. Entscheidungen, die das Leben verändern. Man könnte sagen: Hoffentlich.
Oder man könnte zu dem Schluss kommen, dass morgen, nachdem die Sonne am Vortag unterging; genau morgen wieder einmal einer dieser Tage beginnt.

Und wenn man meint, dass dies nicht genug sei, dann soll man damit Recht haben.

Frohes Neues Jahr.

Sunday, December 18, 2011

Niemand kennt Iran

Sagen einige, die sagen wollen, dass andere Iran nicht verstehen.

Am Ende wird der Recht haben, der Geschichte schreibt.



Einige Zeit ist vergangen, dass ich das letzte Mal schrieb. Auch in Iran passieren Missgeschicke. Bauarbeiter schnitten ein Kabel durch und das Internet war aufgelöst. Gut, dass keine Welt zusammenbrach, sondern in der Zeit dazwischen so einiges geschah. So stiegen die Preise für Nüsse, die in der Shab-e Yalda - der längsten Nacht im Jahr - gegessen werden und die britische Botschaft wurde kurzzeitig von irgendwelchen Studenten gestürmt. Ja, das Wichtigste also in Kürze.

Da Bilder in Rahmen schöner aussehen, darf der symbolische Trauermonat Moharram und der Märtyrertod Hussains gegen die Tyrannei der Unterdrücker nicht vergessen werden.

Ich war in Yazd und zu erst in Shiraz, wo ich das Glück hatte von den Revolutionsgarden in einen für die Trauerumzüge abgesperrten Bereich gelassen worden zu sein, um Fotos zu machen, nachdem ich gefragt hatte. Oder anders: Danke.

Die berüchtigsten Ashura-Prozession finden allerdings in der Wüstenstadt Yazd statt. Dort wird nach Yazdi-Redensart vor-islamischer Tradition, ein riesiges hölzerndes Naghl von knapp 100 Männern, die das einmal in ihrem Leben getan haben müssen, durch die Stadt getragen. Das Ganze wiegt annähernd 1000 kg, ist also eher schwierig und stärkt die Leidenskraft.

Umrahmt von einer Party folgen weitere nicht willkürliche Bilder mit ordentlichen Getränken.